Schon mehr als ein Jahr singen wir nun zusammen, seit dem 29. Juni 2015 offiziell als Kantorei Illnau-Effretikon. Wer hätte geglaubt, dass es so reibungslos zusammen funktionieren wird? Die Gründungsversammlung stand unter dem guten Stern der Jahreslosung: Nehmet einander an! Wir lernen uns kennen und kommen einander näher, nicht nur, wenn es eng wird für alle in der Kirche Illnau.

Wie gehts der Kantorei?, werde ich manchmal gefragt. Im grossen Ganzen gut! Das stimmt bei uns doch wortwörtlich. Wir singen nun in einem grossen Ganzen. Von vielen Chören werden wir benieden um diese Grösse. Denn im Gegensatz zu vielen Chören sind wir im vergangenen Jahr gross geworden, wenn auch gezwungenermassen. Wir sind daran, ein Ganzes zu werden. Und wir geben uns sicher alle Mühe, dass wir in den Konzerten dann auch „gross“ herauskommen.

Natürlich gibt es hie und da sehnsüchtige Erinnerungen an die guten alten Zeiten: „Da haben wir halt noch …“ oder man stört sich dran, dass man jetzt nicht mehr …. ,  aber im grossen Ganzen klingt es doch ganz einheitlich, die Männer sind gemeinsam stärker geworden, die Stimmen ausgeglichener und laut ertönt aus ihren Kehlen des Schöpfers Lob.

Nun müssen wir noch lernen, leise zu singen und deutlich, und fröhlich dreinschauen sollen wir auch und nicht immer in die Noten, sondern nach vorne schauen!

Nun, das lohnt sich ja auch, denn unser Kantor macht immer ein fröhliches Gesicht, nicht nur, wenn er lustige Geschichten erzählt zur Veranschaulichung seiner musikalischen Vorstellungen.

Ja, mit dem Dirigenten haben wir Glück gehabt. Der macht seine Sache gut – und lobt uns auch immer, und dass wir manches nach einem Jahr immer noch nicht so machen, wie er es uns schon xmal gesagt hat, trägt er mit unendlicher Geduld. Er ist „schuld“, dass manche, die eigentlich aufhören wollten, wenn sie mit den Effretikern singen müssen, nun doch dabei geblieben sind.

Für das Konzert im April haben wir alles sorgfältig eingeübt, aber bis es dann tönt wie der Gesang der himmlischen Heerscharen – nun ja, das dauert vielleicht doch länger als ein Jahr?

Bis zur GV werden wir es wissen.

In den Gottesdiensten durchs Jahr haben wir nach der eindrücklichen Karfreitags-Kantate immer wieder schon ein Stück aus der Schöpfung gesungen, für Andreas Manigs Abschied: Vollendet ist das grosse Werk, an Weihnachten in Illnau: Stimmt an die Saiten.

Aus dem Chor heraus ist durch die Anregung des Kantors die Singgruppe entstanden.

So erklingen auch neue, unbekanntere Lieder im Gottesdienst und der Gemeindegesang wird mehrstimmig und beschwingt (und ich gehe wieder öfter zur Kirche).

Den Jahresbericht will ich abschliessen mit einem riesengrossen Dank an Tiago, der uns glücklich durch das erste Jahr geleitet hat und jetzt die grosse Spannung vor dem Konzert mit uns durchsteht. Ein herzlicher Dank geht auch an meine Mitstreiterinnen im Vorstand. Einen speziellen Dank hat Ursula Gugolz verdient, welche die riesige Arbeit der Sponsorensuche auf sich genommen hat und dafür sorgte, dass unsere Kasse nach dem aufwändigen Konzert doch nicht fast leer ist. Wo würden wir stehen am Konzert ohne die Vorarbeit von Ernst Wermuth und Heinz und Lotti Keller. Auch ein herzlicher Dank geht an Margrit Berschik, welche mit Ursula zusammen das Konzertheft gestaltet hat und mich bei schwierigen Schreibsachen unterstützt. Margrit Hugentobler und Karin Gasser im Sekretariat haben auch ein Lob verdient für ihre Unterstützung beim Gestalten von neuen Briefköpfen, neuen Listen und beim Drucken .

Zuletzt mein Dank an euch Sängerinnen und Sänger, die ihr mit eurer Stimme das Wichtigste beitragt: den Ton, der das Gotteslob in die Welt hinaus und in die Herzen der Zuhörer hinein trägt. Möge das, was wir singen, auch unsere Herzen immer wieder erfreuen und stärken, möge unser gemeinsames Singen eine Kraft freisetzen, die sich auswirkt  hinein in unseren Altag und in die Kirche hinein.