Jahresbericht 2024

 

Jahresbericht der Kantorei Illnau Effretikon 2024

 

Auftritte

Dieses Jahr wirkten wir zum ersten Mal in der Geschichte des Chores weder am Karfreitag, noch an Heiligabend in den Gottesdiensten mit. Unser Dirigent, Joao Martins, leitet nun einen weiteren Kirchenchor in Kollbrunn, der ebenfalls an diesen Daten auftritt. So musizierten wir, unterstützt von zwei Trompetern und vier Solisten, am Ostergottesdienst, den 31. März 2024 in der Kirche Illnau. Wir führten ein zweichöriges Stück auf, wobei die Solisten den einen Chor von der Empore herab erklingen liessen und wir ihnen als zweiten Chor von den Stufen vor dem Altar aus antworteten. Von Heinrich Schütz erklingt “Jauchzet dem Herren”. Als zweites Stück sangen wir “O Jesu Christ, meins Lebens” von J.S.Bach(BWV 118).

Inzwischen hatten wir auch für unser grosses Konzert zu proben begonnen. Wir führten am 22. Juni in Effretikon und am 23. Juni in der Eglise réformée française in Zürich die ”Grosse Messe in c-Moll, KV 427 von W.A.Mozart» auf, zusammen mit einem Ad-hoc-Orchester mit jungen Musikern und den Solisten Keiko Enomoto (Sopran), Irina Korchuganova (Mezzosopran), Philipp Classen (Tenor) und Israel Martins (Bass). Unser Dirigent leitete das Ganze,alles auswendig dirigierend. Das Orchester begann das Konzert alleine, mit der “Haffner-Sinfonie”, ebenfalls aus Mozarts Feder. Die beiden Konzerte waren gut besucht und ein grosser Erfolg! Unsere vielen Proben, zum Teil an Samstagen und in den Ferien und der grosse Einsatz aller Beteiligter haben uns ein grossartiges Erlebnis ermöglicht! Herzlichen Dank an alle, auch dem Bühnenbauteam, der Transportcrew, der Sponsorengruppe und Werner,der, die Uebedateien und Flyer erstellt hat!

Wir haben uns vor der Sommerpause mit einem Grillfest bei allen Mitwirkenden bedankt!

Im Herbst durften wir den Erntedankgottesdienst in Illnau bereichern. Für einmal ganz auf uns gestellt, nur mit Orgelbegleitung führten wir von Albert Becker “Lobet den Herren alle Heiden” auf , von Fernando Lopes-Graça “Das Oliveiras frutos”, ein portugisisches Lied zur Olivenernte, die nicht immer gut ausfällt, und “Das Benedicte vor dem Essen”, von Heinrich Schütz (SWV429).

Für den Gottesdienst zum Reformationssonntag in Effretikon studierten wir mit einem Tenor als Solisten, einen Teil der Bachkantate “Christus, der mein Leben ist” (BWV 95) ein. Als Ausgangsmusik hatten wir von Felix Mendelssohn Bartholdy das Chorstück “Verleih uns Frieden gnädiglich” ausgesucht.

Unser letzer Auftritt dieses Jahres fand im Gottesdienst zum 4. Advent in Effretikon statt. Begleitet von einem Streichquintett, einem Tenor und einer Sopranistin führten wir die Bachkantate Nr.61 auf, “Nun komm, der Heiden Heiland”. Unser Dirigent übernahm die Bassarie darin. Als zweites Stück sangen wir von William Byrd “O Magnum Mysterium”, das an den Gesang der Mönche im Kloster erinnert.

Vereinsinterna:

Der Vorstand traf sich zu sechs intensiven Sitzungen. Die Sponsorensuche und die Organisation des Konzertes an zwei Orten mit zwei verschiedenen Bühnen und Transport verschiedener Elemente und Instrumenten war sehr viel Arbeit und nur mit Hilfe von vielen Bekannten möglich. Finanziell setzten wir ca. 7000 Fr. unseres Vereinsvermögens für dieses Projekt ein. So mussten wir, dank reicher Kollekte, die Defizitgarantie der Kirchgemeinde nicht beanspruchen. .

An der GV durften wir Barbara Hess und Lotti Meisterhans zum 60 jährigen Mitsingjubiläum gratulieren und Nuot Biveroni zum 50 Jährigen! Wunderbar, so treue Mitglieder zu haben! Zurückgetreten aus dem Chor ist Ursula Frey, altershalber. Ihr grosses musikalisches Wissen wird uns fehlen!

Im Herbst haben wir am Neuzuzügeranlass teilgenommen, um vielleicht neue Mitglieder zu werben, leider dieses Jahr erfolglos.

Auf der Chorreise, Ende September, die unsere Vizepräsidentin vorzüglich ausgearbeitet hat, haben wir in Wald das neue Museum des dortigen Künstlers Jvan Pestalozzi, genannt “Lozzi” besucht. Seine herrlichen, beweglichen Kunstobjekte sind voller Humor und Tiefsinn. Voller Freude darüber,beachteten wir das regnerisch neblige Wetter überhaupt nicht und genossen das Zusammensein bei einem guten Mittagessen im Atzmännig.

Zum Schluss dürfen wir mit grosser Vorfreude in die Zukunft schauen. Wir haben uns entschieden im neuen Jahr das” Requiem” von Gabriel Fauré aufzuführen, in der Version mit Orgelbegleitung und zwei Solisten.Das ist ein kleineres Projekt mit weniger grossem organisatorischen Aufwand und wunderschöner Musik! Ein neues Ziel für ein neues Jahr!

Mit fröhlichen Sängergrüssen

Silvia Heusser, Präsidentin